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Patienten-Information


Warum ist eine EEG-Überwachung während der Narkose sinnvoll?
- Vorteile und Nutzen der computergestützten EEG-Kontrolle -


Was ist ein EEG?

EEG ist die Abkürzung für ‘Elektroenzephalogramm’. Unter einem Elektroenzephalogramm versteht man eine Aufzeichnung der Hirnströme. Zur Messung des EEG werden spezielle Elektroden an der Kopfhaut angebracht. Diese leiten die Hirnströme an ein EEG-Messgerät weiter, welches das EEG in Form einer Kurve aufzeichnet und auswertet. Eine solche EEG-Kurve ermöglicht die Beurteilung der Hirnfunktion.

Welche Vorteile hat die Nutzung des EEG in der Anästhesie?

Die Hirnfunktion wird in charakteristischer Weise von Medikamenten beeinflusst. Dies lässt sich an Veränderungen im EEG des Patienten ablesen. Die Aufzeichnung und computergestützte Auswertung des EEG bieten somit eine Reihe von Vorteilen. Hierzu gehören:
  • Kontrolle der Schlaftiefe während der Narkose:
    Eine kontinuierliche EEG-Überwachung während der Narkose erleichtert die Kontrolle der Schlaftiefe des Patienten. Dadurch lassen sich Narkosemittel besser dosieren. Unnötig lange Verweildauern im Aufwachraum bzw. zur Nachbeatmung auf der Intensivstation werden vermieden.
  • Frühzeitiges Erkennen von Gefahrensituationen:
    Mögliche Gefahrensituationen für den Patienten, wie z.B. eine Unterversorgung mit Sauerstoff oder das Auftreten von Krampfpotenzialen, lassen sich durch eine EEG-Kontrolle frühzeitig erkennen.

Welche Patienten profitieren besonders von der EEG-Überwachung?

Kinder und ältere Personen profitieren besonders von der schonenden Narkoseführung anhand des EEG. Bei Kindern ist die Dosisfindung der Narkosemittel erschwert. Viele Medikamente sind für Kinder nicht oder nur eingeschränkt zugelassen. Die Dosierung orientiert sich häufig an Erfahrungen bei Erwachsenen. Die Gefahr von Fehldosierungen ist somit erhöht. Bei älteren Personen ist der Dosisbedarf oft niedrig; sie haben häufig Begleiterkrankungen und eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit.
Sinnvoll ist das EEG-Monitoring aber bei Patienten jeden Alters, denn die erforderliche Narkosemitteldosis streut von Person zu Person stark. Die computergestützte EEG-Überwachung hilft bei der Einstellung der optimalen Dosis und trägt zur Patientensicherheit bei.
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